Bitcoins sicher langfristig aufbewahren
2021-04-10, 14:00–14:40, Session3

Einer der Vorteil von Crypto-Coins wie Bitcoin ist es, dass man nicht auf Banken/Dienstleister angewiesen ist: Man kann sich selbst um die sichere Aufbewahrung der Secrets kümmern.

Allerdings sollte man dies auch - denn ohne Plan gehandelt warten drei große Gefahren:

  • Die Secrets können geraubt werden - und fort sind die Coins
  • Die Secrets können abhanden kommen - dann sind die Coins da, man hat sich aber selbst ausgesperrt
  • Notfall: Man erleidet eine Kopfverletzung, und niemand anders als man selbst kann mit dem Secret etwas anfangen

Am Beispiel Bitcoin wird die hinter den Adressen liegende mathematische Idee vorgestellt.

Die grundsätzlichen Aufbewahrungsvarianten werden dargestellt:

  • Custodial wallets: Die Coins liegen z.B. bei einer Exchange
  • Hot wallets: Die Wallet läuft auf einem Device, welches mit dem Internet verbunden ist
  • Hardware wallets: Die Secrets selbst sind auf einem expliziten Device abgelegt
  • Cold wallets: Die Secrets existieren offline ohne explizite Devices
  • Multisignature-Wallets: Wallets mit geteilten Secrets erlauben Szenarien wie "2 von 3 existierenden Schlüsseln genügen"

Es gibt einige Anregungen zur Risiko-Abschätzung für längerfristige Aufbewahrung - als Anstoß an eigene Lösungen.

Und es gibt ein wenig Spass + Spiel mit Opensource-Codebeispielen und Maker-Ideen, denn bei den Linux-Tagen wollen wir ja nicht auf fertige kommerzielle Lösungen setzen.

Ziel: Das hier beschriebene Hintergrund-Wissen hilft bei der persönlichen Risiko-Einschätzung - damit die Coins, wenn sie nach einigen Jahren des Kursanstiegs unerwartet wertvoll sind, nicht dummerweise wem anders gehören. Und obwohl es um Bitcoin geht gilt das Wissen für andere Crypto-Coins genauso.

See also: Folien